Christopher Deninger

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Christopher Deninger (* 8. April 1958 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Mathematiker an der Westfälischen Wilhelms-Universität, der sich mit Zahlentheorie und arithmetisch-algebraischer Geometrie beschäftigt.

Er wurde 1982 an der Universität Köln bei Curt Meyer mit der Dissertation Gitterpunkttheorie von Simplizes und ihr Zusammenhang mit diophantischer Approximation, verallgemeinerten Dedekindschen Summen und dem holomorphen Lefschetz-Satz promoviert. Deninger ist Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität und Direktor ihres Mathematischen Instituts.

Er untersuchte einen Zusammenhang zwischen dynamischen Systemen und analytischer Zahlentheorie, worüber er 1998 auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Berlin einen Plenarvortrag hielt [Anm. 1], und eine mögliche kohomologische Interpretation der expliziten Formeln der analytischen Zahlentheorie [Anm. 2].

1992 erhielt er gemeinsam mit Michael Rapoport, Peter Schneider und Thomas Zink den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis. Seit 2003 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Zu seinen Doktoranden zählen unter anderem Annette Huber-Klawitter, Klaus Künnemann, Annette Werner und Guido Kings.

Verweise

  • [Anm. 1] : Some analogies between analytic number theory and dynamical systems on foliated spaces. International Congress of Mathematicians 1998
  • [Anm. 2] : Evidence for cohomological approach to analytic number theory. 1. European Congress of Math. 1992

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