TackoPediaS

Aus MünsterWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wörterverzeichnis Masematte - Deutsch

zurück zur TackoPedia

zum Wörterverzeichnis Masematte - Deutsch:

AB C D E F G H I-J K L M N O P-Q R T U V W X-Y Z

zum Wörterzeichnis Deutsch - Masematte:

A B C D E F G H I-J K L M N O P-Q R S T U V W X-Y Z

S

sabbeln (Vb.) : reden, schwatzen, (schnell und viel) sprechen

Herkunft unklar


säbelbeis --> seibelbeis


säbeln --> seibeln


sauermoos (Subst., Neutr.) : Falschgeld

Kompositum aus sauer (dt., ?) und --> moos


schabau (Subst., Mask., Betonung auf der zweiten Silbe: schabáu) : Schnaps

Herkunft: schabau (rotw.) = Schnaps, von schaba (rotw.) = Krätze; schaben (hochdt.) = kratzen


schabelünter (Subst., Mask.) : zerlumpt, schlecht gekleideter Mensch

Herkunft: zusammengesetzt aus schaben (rotw.) = betteln von schaben (dt.) = kratzen und --> lünsch


schaberniak (Subst., Mask.) : Schnaps

Herkunft: schabernack (rotw.) = Schnaps, von schaben (dt.) = kratzen


schabo (Subst., Fem. und Mask.) : Mädchen; auch Junge

Herkunft: tšawo (zig.)= Kind, Sohn, Knabe


schabracke (Subst., Fem.) : Kleid, langer Rock

Herkunft: schabracke (dt.) = Pferdedecke, von çaprak (türk.) = Pferdedecke


schachani (Subst., Mask.) : Polizist

Herkunft: unklar


schacho (Subst.) : Polizist, Polizei

Herkunft: abgeleitet vom Tschako, der steifen, hohen Kopfbedeckungen von Militär und Polizei, von csákó (ungar.) = Tschako


schackam (Subst.) : Polizei

Herkunft: vielleicht von schackren (jüd.-dt.) = Lügner


schadudeln --> schandudeln


schächten --> schechten


schäft --> scheft


schäse (Subst., Fem.) : Karren, Fahrzeug

Herkunft: wohl von chaise (franz.) = Stuhl (der Kutschbock als pars pro toto)

auch im Kompositum --> juckelschäse


schafuttken (Vb.) : schimpfen, geschäftig sein

Herkunft unklar


schale (Subst., Fem.) : Kleidung

Herkunft: schale (rotw.) = Kleidung


schallach (Subst., Mask.) = Sänger

Herkunft: schallern (rotw.) = singen


schallen --> schallern


schallepenn (Subst.) : Essen, Nahrung, Mahlzeit

Herkunft: schalle wohl von chiele (jüd.-dt.) = Essen, -penn vielleicht von thulepen (zig.) = Fett oder von pain (französ.) = Brot


schaller (Subst., Mask.) = Lehrer

Herkunft unklar


schallermann (Subst., Mask.) ; Sänger, Straßensänger

Kompositum aus: --> schallern und --> -mann


schallern (Vb.) : singen

Herkunft: schallern (rotw.) = singen

auch in Komposita: --> schallermann

Variante: schallen


schalmeienfreier (Subst., Mask.) : Musikant, vor allem Spieler in einer Schalmeienkapelle

Kompositum aus Schalmei (dt.) und --> freier


schalo --> chalo


schammisken (Subst., Neutr.) : Hemdbrust, Kragen, Krawatte, auch: Frau

Herkunft: chemise (französ.) = Hemd (mit westfäl. Diminutivendung -ken).

(Die Übertragung der ursprünglichen Sachbezeichnung auf Personen ist in der Umgangssprache nicht ungwöhnlich, in diesem Falle aber nicht unmittelbar nachvollziehbar.)

Variante: chammisken

auch im Kompositum --> kürschammisken


schanägeln (Vb.) : arbeiten, schwer arbeiten

Herkunft: schenigeln, schinageln (rotw.) = arbeiten

Variante: schanegeln


schandudeln (Vb.) : schimpfen

Herkunft: unklar, auch im Westf.

Varianten: schadudeln, schandusseln


schandussel (Subst., Mask.) : Kopf

Herkunft unklar


schandusseln --> schandudeln


schanegeln --> schanägeln


schanele (Subst.) : Pfeife, Tabakspfeife

Herkunft: tšandela (zig.) = Tabakspfeife


schanten (Vb.) : singen

Herkunft: chanter (franz.) = singen


schapp (Subst., Neutr.) : Schrank, Tür, Gefängnis

Herkunft unklar


scharett (Subst., Neutr.) : Bahnhof; auch Wagen, Fahrzeug, Gefängnis

Herkunft: charette (rotw.) = Kutsche , von chariot (frz.) = Wagen, Kutsche

auch in Komposita: --> peigelscharett, --> scharettstrehle


scharettstrehle (Subst., Fem.) : Bahnhofstraße (auch als Straßenname)

Kompositum aus --> scharett und --> strehle


scharo (Subst., Fem.) : Essgeschirr

Herkunft: tšaro (zig.) = Napf, Schüssel


schaskedi (Adv.) : betrunken

Herkunft: --> schasken


schaskelowi (Subst., Neutr.) : Geld zum Vertrinken, Trinkgeld

Kompositum aus: --> schasken und --> lowi


schaskemeier (Subst., Mask.) : Trunkenbold, Betrunkener

Kompositum aus --> schasken und einem substantivierenden Personalsuffix -meier (wohl vom häufigen Namen Meier)


schaskemoos (Subst., Neutr.) : Geld zum Vertrinken, Trinkgeld

Kompositum aus --> schasken uns --> moos


schasken (Vb.) = trinken

Herkunft: schasjenen (jidd.) = trinken

auch in Komposita: --> schaskelowi, --> schaskemeier, --> schaskemoos --> verschasken


schasklamöne (Subst., Fem.) : Werkzeugtasche, Werkzeugkasten, Werkzeug, auch: Kaffeeflasche

Herkunft: Kompositum aus schas und klamöne. Die Herkunft des ersten Wortteils schas ist unklar; klamöne von k'le umonus (jidd.) = (Handwerks-)Gerät, kle?'uma:'not, kle?'uma:'nes (hebr.) = Handwerkszeug, Gerät. Eine Herleitung von klamonis (rotw.) = Einbruchswerkzeug, Dietrich ist nicht sehr wahrscheinlich.

Variante: schasklamone


schasklamone --> schasklamöne


schassörken (Subst., Neutr.) : Schwein, Schweinchen

Herkunft: chasir (jidd.) = Schwein

Variante: kassörken, chasser, gasser, schassor


schassor --> schassörken


schau (Adj.) : falsch, gefälscht

Herkunft: schaw (jidd.) = falsch, schlecht


schauter (Subst., Mask.) : Mann

Herkunft: schote (jidd.), schaute (jüd.-dt.) = Narr, schoter, schauter (jidd.) = Aufseher

auch in Komposita: --> nerbeloschauter, --> schautermann

Variante: schauterer


schauterer --> schauter


schautermann (Subst., Mask.) : Mann

Kompositum aus --> schauter und -mann


schauwe (Adj.) : wertvoll, gut, in Ordnung

Herkunft: schauwe (jüd.-dt.) = Wert

auch im Kompositum --> lauschauber


schawele (Subst., Fem.) : Flasche

Herkunft: chačevel (zig.) = brennen, vielleicht auch zu walin (zig.) = Flasche

Variante: schawelo


schawelen (Vb.) : arbeiten

Herkunft unklar


schawelenbeis (Subst., Mask. oder Neutr.) : Getränkekiste, Bierkiste

Kompositum aus --> schawele und --> beis


schawelo --> schawele


schecherie (Subst., Fem.) : Kneipe

Herkunft unklar


schechtanim (Subst., Neutr.) : Prostituierte, Hure

Kompositum aus --> schechten (II) und --> anim


schechtbeis (Subst., Neutr.) : Schlachthof; selten auch Klo, Toilette

Kompositum aus --> schechten (I) und --> beis

Variante: schechtebeis


schechtebeis --> schechtbeis


schechten (I) (Vb.) : schlachten; in engerer Bedeutung; rituell durch Blutauslaufen schlachten

Herkunft: schächten (jüd.-dt.) = (rituell) schlachten; schochet (jidd.) = Schlachter


schechten (II) (Vb.) : mit jmd. schlafen, koitieren

Herkunft: unklar


scheez (Subst., Mask.): junger Mann, Schönling, auch: Stutzer, Angeber

Herkunft: schekez (jidd.) = Abscheu vor dem Unreinen; schēgez (jüd.-dt.) = junger (nichtjüdischer) Mann


scheft (Subst., Mask,) : Gang, Art und Weise zu gehen

Herkunft: schewwen, scheffen (jüd.-dt.) = sitzen, gehen


scheften (Vb.) : gehen

Herkunft: schewwen, scheffen (jüd.-dt.) = sitzen, gehen


schei (Subst., Fem.) : Mädchen

Herkunft: tšai (zig.) = Tochter, Mädchen

Variante: tschei


scheinink (Subst.) : Auge

Herkunft: scheinling (rotw.) = Auge


schem (Susbt., Mask.) : Gefängnis

Herkunft: schem (rotw.) = Gefangener, Mitgefangener

auch im Kompositum --> schembeis


schembeis (Subst., Neutr.) : Gefängnis

Herkunft: schemmbajes (jüd.-dt.) = Gefängnis; schem (rotw.) = Gefangener, Mitgefangener

Kompositum aus --> schem und --> beis


schemmen (Vb.) : gehen

Herkunft: schewwen, scheffen (jüd.-dt.) = sitzen, gehen


schennen (Vb.) : schimpfen

Herkunft unkla


scherbeln (Vb.) : gehen, auch: tanzen

Herkunft: scherbeln (mundartl.) = tanzen


schero (Subst., Mask.) : Kopf, Schädel

Herkunft: šero (zig.) = Kopf

auch in Komposita: --> scheromänglowieren, --> scheromänglowierter


scheromänglowieren (Vb.) : studieren, geistig arbeiten

Kompositum aus --> schero und --> mänglowieren


scheromänglowierter (Subst., Mask.) : Akademiker

Kompositum aus --> scheeo und --> mänglowieren


schesken (Subst., Neutr.) : Schaukel, auch: Karussell

Herkunft: wohl von schese (süddt.) = Kutsche


schess (Zahlw.) : acht

Herkunft: chess (jüd.-dt.) = acht


schicker (I) (Subst., Mask.) : (verliebter) junger Mann

Herkunft: wohl analog zu schickse von schickzo (jüd.-dt.) = (nichtjüdische) junge Frau


schicker (II)(Adj.) : betrunken

Herkunft: schicker (rotw.) = betrunken; schickern (jidd.) = sich betrinken

auch in Komposita: --> pegelschicker, --> schickermann,


schickerbeis (Subst., Mask. o. Neutr.) : Kneipe, Gaststätte, Lokal

Kompositum aus: --> schickern und beis


schickermann (Subst., Mask.) : Säufer, Trunkenbold, Betrunkener

Herkunft: schicker (rotw.) = betrunken

Kompositum aus --> schicker und --> -mann


schickermoos (Subst.,Neutr.) : Geld zum Vertrinken, Trinkgeld

Kompositum aus --> schickern und --> moos


schickern (Vb.) : trinken, sich betrinken, saufen

Herkunft: schickern (jidd./jüd.-dt.) = trinken, sich betrinken

auch in Komposita: --> quinieschickerer, --> schickerbeis, --> schickermoos


schickse (Subst., Fem.) : Mädchen, Frau, leichtes Mädchen, Prostituierte

Herkunft: schickzo (jidd.) = nichtjüdisches Mädchen

(Das Wort hat eine Bedeutungsveränderung mitgemacht und wird pejorativ verwandt.)

Varianten: schickze, schikse

auch in Komposita: --> chaloschickse, --> tippelschickse


schickze --> schickse


schieber (Subst., Mask.) : jmd., der schiebt, im Sinne von jmd., der etwas macht, tut

Herkunft: Schieber (dt.)

nur in Komposita gebraucht: --> figineschieber


schielo --> schilo


schiene (Subst., Fem.): Brille

Herkunft unklar, entweder von schein (rotw.) = Tag, Auge; oder von Schiene i.S. von Eisenbahnschiene (Analogie von Material und Form)


schiffen (Vb.) : pinkeln, urinieren; auch: regnen

Herkunft: auch umgangssprachlich; in der Studentensprache nahm "Schiff" auch die Bedeutung "Nachttopf" an


schikse --> schickse


schilo (Adj.) : kalt

Herkunft: šilo (zig.) = kalt; šilaló (zig.) = eisig, gefroren

Variante: schielo


schimm (Subst.) : Bett

Herkunft unklar


schiwwem (Zahlw.) : siebzig

Herkunft: schiwwem (jüd.-dt.) = siebzig


schlamassel (Subst., Mask.) : Unglück, Pech, Ärger, Durcheinander

Herkunft: schlamassel (rotw.) = Unglück; Kompositum aus entweder schlimm (dt.) oder šälō (hebr. Verneinungspartikel) und masol (jidd.) = Gestirn oder massel (jüd.-dt.) = Glück


schlör (I) (Subst., Neutr.) : Schlampe

Herkunft: schlorren (rotw.) = Hausschuhe, Pantoffeln; sloerie (rotw.) = schmutzige Frau


schlör (II) (Adj.) : unordentlich, schmutzig

Herkunft: sloerie (rotw.) = schmutzige Frau


schlören (Vb.) : schleppen, verlieren, vernachlässigen

Herkunft: wohl von sloerie (rotw.) = schmutzige Frau


schlörig (Adj.) : unordentlich, schmutzig, nachlässig

Herkunft: sloerie (rotw.) = schmutzige Frau


schlot (Subst., Mask.) : Angeber, durchtriebener Mensch

Herkunft: slut (niederdt.) = nachlässiger Mensch


schlunz (Subst., Mask.) : nachlässiger Mensch

Herkunft: schlumpen, schlampen (umgangsspr.) = nachlässig gehen, schlaff herabhängen


schlunzen (Vb.) : vernachlässigen, sich nachlässig bewegen, nichts tun

Herkunft: schlumpen, schlampen (umgangsspr.) = nachlässig gehen, schlaff herabhängen


schmacher --> schmarrer


schmacht : (Subst., Mask.) : Hunger

Herkunft: schmacht (rotw.) = Hunger


schmackes (Subst.): Energie, Kraft

Herkunft: smakken (westf.) = schlagen, klatschen


schmakatgen --> schmakatzen


schmakatze (Subst., Neutr.) : Essen, Nahrung

Herkunft: wohl kontahiert aus ---> spagazen und --> schmacht


schmakatzen (Vb.) : essen

Herkunft: wohl kontahiert aus ---> spagazen und --> schmacht

Variante: schmakatgen


schmarre (Subst., Fem.) : Gesicht, Wange, Backe

Herkunft: smarre (westf.) = Wunde


schmarrer (Subst.,Mask.) : Arzt

Herkunft: smarre (westf.) = Wunde

auch im Kompositum --> schmarrerbeis

Variante (seltener) : schmacher


schmarrerbeis (Subst., Mask. o. Neutr.) : Arztpraxis, Krankenhaus

Kompositum aus --> schmarrer und --> beis


schmergeln (Vb.) : lächeln

Herkunft: smuederen (westf.) = schmunzeln

Variante: schmirgeln


schmiege (Subst., Fem.) : Gesicht, lachendes Gesicht

Herkunft: schmige (jidd.) = Winkelmesser


schmier --> schmiere


schmiere (Subst., Fem.) : 1) Polizei ; 2) Wache, Bewachung ( vor allem in der Redewendung schmiere stehen = aufpassen, Posten stehen)

Herkunft: schmiro (jidd.) = Bewachung, Wache, Wächter

Variane: schmier


schmirgeln --> schmergeln


schmisse (Subst., Pl.) : Prügel, Schläge, Hiebe

Herkunft: schmisse (rotw.) : Schlag


schmonseln (Vb.) : sagen, reden

Herkunft: schmonzes ( jüd.-dt.) = unwichtige Geschichten


schmonum (Zahlw.) : achtzig

Herkunft: schmaunen (jüd.-dt.) = achtzig


schmonzes (Subst., Pl.) : Unsinn, (dummes) Gerede,

Herkunft: schmonzes ( jüd.-dt.) = unwichtige Geschichten


schmoren (Vb.) : schmecken

Herkunft: schmoren (rotw.) = trinken ; schmorem (jidd.) = starker Wein


schmu (Subst., Fem.) : Vagina

Herkunft: schmu'e, smoja (jüd.-dt.) = weibliche Scham; von smu:'ja:h (hebr.) = die Versteckte


schmuckabine --> schmukabine


schmuckille --> schmukille


schmuh (Subst., Mask.) : Betrug, Täuschung

Herkunft: schmuh (rotw.) = niedriger Gewinn


schmuh machen : stehlen

zusammengesetzt aus --> schmuh und machen (hochdt.)


schmui (Subst.) : Gesicht

Herkunft: mui (zig.) = Gesicht, Mund


schmukabine (Subst., Fem.) : Frikadelle, Bullette

Herkunft: vielleicht von schmunk (rotw.) = Butter

Variante: schmuckabine


schmukille (Subst., Fem.) = Butterbrot

Herkunft: schmunk (rotw.) = Butter und khil (zig.) = Butter

Varianten : schmuckille, kille


schmus (Subst., Mask.) : Unsinn, Unwahrheit

Herkunft: schmus (rotw.) = Erzählung, von schmuo (jidd.) = Gehörtes, Gerücht, Erzählung


schmusen (Vb.) = sagen, erzählen

Herkunft: schmus (rotw.) = Erzählung, von schmuo (jidd.) = Gerücht, Erzählung, Gehörtes

auch in der Redewendung: was schmust der osnik? = wie spät ist es? (wörtl.: was sagt die Uhr?)


schnasseln (Vb.) : trinken

Herkunft: schnasseln (rotw.) = trinken


schneiche (Subst., Fem.) : Taschentuch

Herkunft unklar, vielleicht von Schnee (wegen der weißen Farbe)


schneide (Subst., Fem.) : Schere

Herkunft : schneiden (dt.)


schniffen (Vb.) : stehlen

Herkunft: schnipfen (rotw./dt.) = mit einer schnellen Bewegung etwas wegbewegen


schnorren (Vb.) : betteln, sich aushalten lassen

Herkunft: schnorren (rotw.) = betteln


schochen (Subst.) : Schuh

Herkunft: vielleicht von schochor (jidd.) = schwarz


schocher (Subst., Mask.) : Kaffee

Herkunft: schochor (jidd.) = schwarz


schock (Subst., Mask.) : Markt, Jahrmarkt, Kirmes, (in Münster ist vor allem der Send gemeint)

Herkunft: schuck (jidd.) = Markt, Marktplatz, Jahrmarkt

auch in Komposita: --> knäbbelschock, --> schockfreier, --> schockgänger


schockfreier (Subst., Mask.) : Schausteller, jmd, der auf dem Jahrmarkt arbeitet

Kompositum aus --> schock und freier


schockgänger (Subst., Mask.) : Schausteller, jmd., der auf dem Jahrmarkt arbeitet

Kompositum aus --> schock und --> gänger


schofel (Adj., Adv.) : schlecht, mies, gering, übel, niedrig

Herkunft : schophol, schophel ( jidd.) = niedrig, gering schlecht

Variante: schovel


schofelig (Adj.) : gemein, hinterhältig, tückisch

Herkunft: schophol, schophel ( jidd.) = niedrig, gering schlecht


schokelamai (Subst.) : Kaffee

Herkunft: schocher majim ( jidd.) = schwarzes Wasser


schollmen (Vb.) : zahlen, bezahlen

Herkunft: scholen (jüd.-dt.) = einen Preis verlangen; schullemen (rot.) = bezahlen


schont (Subst, Mask.) : Klo, Toilette

Herkunft: chonte (jüd.-dt.) = lagern, reifen

auch im Kompositum --> schontker


schonte (Subst., Fem.; auch Interjektion) : Kot, Dreck, Mist, Scheiße, "Scheiße!"

Herkunft: chonte (jüd.-dt.) = lagern, reifen

auch in Komposita wie --> schontebeis, --> schontermeier


schontebeis (Subst., Mask. oder Neutr.) : Klo, Toilette, Klohäuschen

Kompositum aus --> schonte und --> beis


schonten (Vb.) : scheißen

Herkunft: chonte (jüd.-dt.) = lagern, reifen

auch im Kompositum --> schontendick


schontendick (Adj., Adv.) : sturzbetrunken, sternhagelvoll

Kompositum aus --> schonten und --> dicke


schontermeier (Subst., Mask.) : Scheißkerl (Schimpfwort)

Kompositum aus --> schonte und dem personifizierenden Suffix -meier


schontker (Subst., Neutr.) : Klo, Toilette

Kompositum aus --> schont und --> ker


schore (Subst., Fem.) : Ware, vor allem: gestohlene Ware, schlechte Ware

Herkunft: tšor (zig.) = Dieb; vgl. auch das lautlich ähnliche --> sore mit der Herkunft sechoro (jidd.) = Ware

auch in Komposita: --> nabbelschore, --> tinnefschore


schoren (Vb.) : stehlen

Herkunft: tšor (zig.) = Dieb


schorer (Subst., Mask.) : Dieb

Herkunft: tšor (zig.) = Dieb

auch im Kompositum --> pattenschorer


schori (Subst., Neutr.) : Messer, selten auch: Knüppel

Herkunft: tšuri (zig.) = Messer


schote (Subst., Mask.) : Dummkopf, Narr

Herkunft: schote (jüd.-dt.) = Narr


schotter (Subst., Mask.) = Geld

Herkunft: schoder, schotter (rotw.) = Kupfergeld, von chudý (tschech.) = arm, gering


schovel --> schofel


schowiak (Subst., Mask.) : Gauner, Lump

Herkunft : schubiak (niederdt.) = Lump, Lumpenkerl (die Herkunft des niederdt. Ausdrucks ist unklar. Möglich ist eine Herleitung von schubjack, womit in Norddeutschland ein Pfahl gemeint ist, an dem Vieh sich reiben kann, wenn auf der Weide keine Bäume vorhanden sind; schubben (niederdt.) = reiben, kratzen und Jack als Kurzform zum Eigennamen Jakob)


schrallermann (Subst., Mask.) = Dieb

Kompositum aus --> schrallern und -mann


schrallern (Vb.) : stehlen

Herkunft: vielleicht aus --> krallen und --> schoren zusammengezogen

auch im Kompositum --> schrallermann


schuck (Subst., Mask.) : eine Mark, hundert Pfennige

Herkunft: schuck (jüd-dt.und jidd.) = Mark

auch in Komposita: --> fiozerschuck, --> kimmelschuck, --> nunschuck


schucken (Vb.) : geben, reichen, bringen, bezahlen

Herkunft: schuck (jidd., jüd.-dt.) = Mark


schucker (Adj.) : schön, hübsch

Herkunft: tšuker, šuker, šukár (zig.) = schön, hübsch

Variante: tschucker


schumbollen (Subst., Pl.) : Kartoffeln

Herkunft: schumpoll (rotw.) = Kartoffel (Kompositum aus schund (rotw.) = Erde (von chinav, chindav (zig.) = scheißen) und bolle (dt.) = Kugel)


schumm (I) (Subst.) : Kuss

Herkunft: čum (zig.) = Kuss


schumm (II) (Subst.) : Fett

Herkunft: schummen (jüd.-dt.) = Fett; schomen (jidd.) = Fett


schumm (III) (Adj.) : dick, fett

Herkunft: schummen (jüd.-dt.) = Fett; schomen (jidd.) = Fett


schummer (Subst., Mask..) : Dicker, Fettwanst

Herkunft: schummen (jüd.-dt.) = Fett; schomen (jidd.) = Fett


schwarzkarbäffken (Subst., Neutr.) = Richter

Herkunft unklar, vielleich von Beffchen (dt.) = Predigerkragen (von biffa (lat.) = Halsbinde)


schwarzmalochen --> schwattmalochen


schwarzmalocher --> schwattmalocher


schwattmalochen (Vb.) : schwarzarbeiten

Kompositum aus --> malochen und schwatt (niederdt.) zu schwarz (rotw.) = ungesetzlich; (vgl auch schwarzfahren, Schwarzmarkt u.ä.)


schwattmalocher (Subst., Mask.) : Schwarzarbeiter

Kompositum aus --> malocher und schwatt (niederdt.) zu schwarz (rotw.) = ungesetzlich; (vgl auch schwarzfahren, Schwarzmarkt u.ä.)


schwecht (Subst., Fem.) = Gruppe, Schar

Herkunft: westf.

Variante: schwechte


schwechte --> schwecht


schwiegeralsche (Subst., Fem.) : Schwiegermutter

Kompositum aus Schwieger(mutter, ~vater, etc.) (hochdt.) und --> alsche


schwof (Subst., Mask.) : Tanz, Tanzvergnügen

Herkunft: schwoofen (rotw.) = tanzen

Variante: schwoof


schwofen (Vb.) : tanzen

Herkunft: schwoofen (rotw.) = tanzen

Variante: schwoofen


schwoof --> schwof


schwoofen --> schwofen


seeger (Subst., Mask.) : Mann

Herkunft: nicht eindeutig, vermutlich von se goi (jidd.) = Nichtjude

Varianten: seegers, seegerling

auch in Komposita: --> balachesenseeger, --> beisseeger, --> figineseeger, --> lurseeger, --> magenteseeger, --> masselseeger, --> moreseeger


seegerling --> seeger


seegers --> seeger


seg (Subst., Mask.) : Geschwätz, Gerede

Herkunft: entweder von segge (westf.) = Erzählung, Sage oder von geseires (rotw.) = Geschwätz (von gesera (jidd.) = Bestimmung)


seibel (Subst., Mask.) : Schmutz, Dreck; auch: Glück

Herkunft: seibel (jüd.-dt.) = Dreck, Mist, sewel (jidd.) = Kot, Mist


seibeln (Vb.) : beschmutzen, scheißen

Herkunft: seibel (jüd.-dt.) = Dreck, Mist, sewel (jidd.) = Kot, Mist

Variante: säbeln

auch in Komposita: --> seibelbeis


seibelbeis (Subst., Neutr.) : Toilette, Klo

Kompositum aus --> seibeln und --> beis

Variante: säbelbeis


seiberich (Subst., Mask.) : Säugling, Baby, Kleinkind

Herkunft: sewel (jidd.) = Kot, Mist; vgl. --> seibeln. (Gemeint ist ein Kind, das noch in die Windeln macht.)


seiberkoten (Subst., Mask,) : zahnendes Kind, Kind, das Zähne bekommt

Kompositum (als Hendiyadyoin) aus --> seiberich und --> koten


sendepöller (Subst., Mask.) : der Fernsehturm

Herkunft: Aktion Masematte.Net (Abstimmung 03.-05.11.2011) - Kompositum aus (verkürzt) --> senden (Althochdeutsch) --> -pöller (Masematte)

"senden" kommt aus dem Althochdeutschen und älter, in allen germanischen Sprachen vertreten.

Pöller bzw. Poller bedeutet in Masematte Kopf. In der Schifffahrt ist ein Poller ein kurzer Pfahl aus Metall oder Holz zum Festmachen eines Schiffes. Die Herkunft des Begriffes ist unbekannt.


sibbern (Vb.) : zählen, abzählen

Herkunft: sippur (jidd.) = Zahl, Zählung


sierften (Vb.) : stehlen

Herkunft: unklar

Varianten: sirften, ßierften


sintis --> zintis


sirften --> sierften


söjen (Zahlw.) : sieben

Herkunft: sojen (jüd.-dt.) = sieben

Variante: sore


soff (Subst., Mask.) : Ende, Schluss, Ergebnis; auch in der Wendung am soff sein = vorbei sein

Herkunft: soff (jüd.-dt.), sof (jidd.) = Ende


sollof --> sonnef


sonnef (subst., Mask.) : Penis, Schwanz

Herkunft: sonof (rotw., jidd.), sonew (jüd.-dt.) = Penis, Schwanz

Varianten : sonnof, sollof


sonnof --> sonnef


sore (I) (Subst., Fem.) : Ware, Zeug, auch: Diebesgut, schlechte Ware

Herkunft: sechoro (jidd.), sechore (jüd.dt.) = Ware ; vgl. auch --> schore (mit der Herkunft tšor (zig.) = Dieb), die lautliche Nähe dazu verstärkt in der Masematte die Bedeutung "Diebesgut"


sore (II) --> söjen


sorrof (Subst., Mask.) : Schnaps, Branntwein

Herkunft: soroph (jidd.) = er / es hat gebrannt; zoref (jüd.-dt.) = Branntwein


spachteln (Vb.) : essen

Herkunft: spachteln, spagazen (rotw.) = essen


spagazen (Vb.) : essen

Herkunft: spachteln, spagazen (rotw.) = essen


spee (Adj.) : wütend, verärgert, ärgerlich

Herkunft: spe (westf.) = hinterlistig, scheu, spöttisch


speismakeimer (Subst., Mask.) : Bauhilfsarbeiter, Bauhelfer, Bauarbeiter

Herkunft: Kompositum aus Speis (dt.) und --> makeimer (wörtlich also der Mörtelhersteller)


spelle (Subst., Fem.) : (schmales, spitzes) Messer, Dolch

Herkunft: spellen (dt.) = mit Gewalt spalten


spinsterig (Adj.) : neugierig

Herkunft: spinnen (rotw.) = sehen, aufpassen oder spinnen (rotw.) = Unsinn reden


spinstern (Vb.) = ahnen, vermuten

Herkunft: spinnen (rotw.) = sehen, aufpassen oder spinnen (rotw.) = Unsinn reden


ßierften --> sierften


stachiringelo (Subst., Mask.) : Igel

Herkunft: stachlingro (zig.) = Igel


stacho (Subst., Mask.) : Mann, Kerl

Herkunft: unklar


stari (Subst., Mask.) : Hut

Herkunft: štadi, stadik (zig.) = Hut


staude (Subst., Fem.) : Hemd

Herkunft: staude (rotw.) = Hemd


stein (Subst., Mask.) : Mark (als Währungseinheit)

Herkunft; stein (rotw.) = Mark


steinfurtern (Vb.) : eine Prügelei beginnen

Herkunft: vom Ortsnamen Steinfurt hergeleitet; vgl. --> borghorstern


stellbrink (Subst., Mask.) : Brille, Fahrrad

Herkunft unklar, wohl rotw.


stemmen (Vb.) : stehlen

Herkunft: stemmen (rotw.) = stehlen


stenz (Subst., Mask.) : Angeber, Stutzer, Zuhälter

Herkunft: stenz (rotw.) = Stock, Zuhälter


stenzen (Vb.) : angeben, dandyhaft herumlaufen

Herkunft: stenz (rotw.) = Stock, Zuhälter


sticken (I) (Subst., Pl.) : Streichhölzer, Zündholzer, auch: Beine

Herkunft: stikken (westf.) = Streichhölzer (metaphorisch für "streichholzdünne" Beine)


sticken (II) (Vb.) : treten, Fußball spielen

Herkunft unklar


stickenpinn (Subst., Mask.) : Streichholz, auch: Bein

kompositum aus --> sticken (I) und --> -pinn


stieke (Subst., Fem.) : Stille, Stillschweigen

Herkunft: schtiko (jidd.) = stillschweigen, stieke (jüd.-dt.) = ruhig, still


stiekum --> stikum


stikum (Adv.) : leise, still, heimlich

Herkunft: schtiko (jidd.) = stillschweigen, stieke (jüd.-dt.) = ruhig, still

Variante: stiekum


stillepenn (Subst.) : Gefängnis

Herkunft: štilepen (zig.) = Gefängnis, Gefangenschaft; die volkstümliche Herleitung von stille penne (rotw.) = Gefängnis als "stille Penne" ( = "ruhige Unterkunft") ist nicht korrekt.


stößer (Subst., Mask.) : Gefängniswärter, Gefängnisaufseher

Herkunft: stösser (rotw.) = Marktdieb


stoof (Subst., Mask.) : Ärger, Verdruss, Zoff

Herkunft: möglicherweise von soff, zoff (jüd.-dt.) = Ende, Abschluss oder von stoof (westf.) = Staub


strehle (Subst., Fem.) : Straße, auch: Straßenstrich

Herkunft: strehle (rotw.) = Landstraße

auch in Komposita: --> lorenzstrehle, --> lowibeisstrehle, --> mottekstrehle, --> scharettstrehle


strehlen (Vb.) : hausieren, allgemeiner: Geld verdienen

Herkunft: strehle (rotw.) = Landstraße


strigo (Subst., Mask.) : Junge, junger Bursche

Herkunft: strichoh (rotw.) = Zuhälter, Strichjunge


strobutzer (Subst., Mask.) : Gans

Herkunft: strohbutzer (rotw.) = Gans, von butzeln (dt.) = mit den Füßen kratzen


strotte (Subst., Fem.,) : Hals, Kehle, Kragen

Herkunft: stroate (westf.) = Gurgel, Speiseröhre


strunzen (Vb.) = angeben, prahlen

Herkunft unklar


strunzer (Subst., Mask.) : Angeber, auch Faulpelz

Herkunft unklar


stüberchen (Subst., Neutr.) : fünfundzwanzig Pfennige

Herkunft unklar


stuppen (Subst., Mask.) : Homosexueller, Schwuler

Herkunft: stuppen (rotw.) = Dummkopf, auch: geiziger Freier (bei Prostituierten und Strichjungen)


sturi (Subst.) : Henne, Huhn

Herkunft: stiri (rotw.) = Huhn


stuss (Subst., Mask.) : Unsinn, Blödsinn, Quatsch, seltener auch: Ärger, Streit

Herkunft: schtus (jidd.) = Unsinn

auch in Komposita: --> stussmann


stussen (Subst., Mask.) : Streit, Zank

Herkunft: schtus (jidd.) = Unsinn


stussig (Adj.) : verrückt, unsinnig

Herkunft: schtus (jidd.) = Unsinn


stussmann (Subst., Mask.) : jmd., der Blödsinn erzählt, jmd., der Unsinn macht

Kompositum aus: --> stuss und --> -mann


sultanim (Subst., Neutr., NM) : Haremsdame

als Kompositum zusammengezogen aus Sultan (dt.) und --> anim


sums (Subst.) : (unnützes) Gerede

Herkunft: mesimos (jidd.) = unnütze Gedanken


suse (Subst., Fem.) : Mädchen

Herkunft: mesusa, mezuzah (jidd.) = rituelle Kapsel an den Türpfosten jüdischer Wohnungen mit einem Pergamentstück, auf dem die ersten zwei Abschnitte des Schma' stehen (5.Mosche 6,4-9;11,13-20). Einige Menschen küssen die Mezuzah auch beim Betreten eines Raumes.

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge