Roswitha Poll

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Roswitha Poll (* 6. Februar 1939 in Insterburg (Ostpreußen, heute: Černjahovsk)) ist eine Bibliothekarin, die zwischen 1987 und 2004 die Universitäts- und Landesbibliothek in Münster leitete.

Roswitha Poll studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Geschichte, Romanistik und Philosophie und arbeitete anschließend als wissenschaftliche Angestellte an der Universitätsbibliothek in Erlangen. In München absolvierte sie eine Referendarausbildung und wurde 1972 an der Universität in Münster zum Dr. phil. promoviert.

An der Universitätsbibliothek Erlangen leitete sie danach die Erwerbungsabteilung. 1981 wurde sie zur Bibliotheksdirektorin ernannt. Von 1987 bis zur ihrer Pensionierung im Jahr 2004 leitete sie die Universitäts- und Landesbibliothek Münster.

Von 1991 bis 1993 war Roswitha Poll Vorsitzende des Vereins Deutscher Bibliothekare (VDB). Das Hauptaugenmerk ihrer bibliothekarischen Tätigkeit galt dem Bibliotheksmanagement und seinen Instrumenten Leistungsmessung, Kostenrechnung, Evaluation und Controlling. Auch nach ihrer Pensionierung leitet sie die Komitees für Qualität und Statistik in Informationseinrichtungen im Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) und bei der International Organization for Standardization (ISO). Dort entstanden neue Normen zur Bibliotheksstatistik (DIN EN ISO 2789 "Internationale Bibliotheksstatistik"), zur Qualitätsmessung in Bibliotheken und zur quantitativen Ermittlung der nationalen Medienproduktion.

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